FFBarmbek

AUFGABEN

Die Aufgaben der Feuerwehr sind mit dem bekannten Spruch „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ schon ziemlich zutreffend beschrieben. Sie lassen sich im Wesentlichen in folgende drei Kategorien einordnen:

Brandbekämpfung:

Die originäre Aufgabe der Feuerwehr ist natürlich die Brandbekämpfung. Das Spektrum an Feuern reicht dabei vom kokelnden Mülleimer, über brennende PKW oder Feuer in Wohnungen, bis zum Vollbrand einer Lagerhalle. Häufig kommt es jedoch auch zu Fehleinsätzen durch automatische Brandmeldeanlagen oder private Rauchmelder, die durch Staub bei Bauarbeiten, Wasserdampf oder angebranntes Essen ausgelöst werden. Nichtsdestotrotz werden auch diese Einsätze von uns selbstverständlich jedes Mal sehr ernst genommen und häufig konnte durch frühes Erkennen eines Entstehungsbrandes schon schlimmeres verhindert werden. Rauchmelder retten Leben!

Kleinere Brandeinsätze, wie brennende Müllcontainer oder PKW, werden dabei von uns selbständig abgearbeitet, bei allen größeren Feuern werden wir zusammen mit der Berufsfeuerwehr alarmiert. In unserem Revier ist das zumeist die Feuer- und Rettungswache Barmbek. Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter deutscher Berufsfeuerwehren (AGBF) hat eine Empfehlung herausgegeben, nach der für die Bekämpfung eines Wohnungsbrandes mindestens 16 Feuerwehrleute notwendig sind. Die Erstangriffseinheit mit 10 Kräften kommt in aller Regel von der Berufsfeuerwehr, während wir eine Ergänzungseinheit mit 6 Funktionen stellen. Dies ist darin begründet, dass wir als Freiwillige Feuerwehrleute, uns im Alarmfall erst von zuhause an die Wache begeben müssen, wodurch wir eine längere Ausrückezeit im Vergleich zur Berufsfeuerwehr haben. Meist können wir dafür jedoch sogar mit einer deutlich höheren Personalstärke als vorgegeben ausrücken.

PKW in Vollbrand (Quelle: Waldeck Fotografie)
Brennt Supermarkt in voller Ausdehnung (Quelle: Pressandart)
Schwelbrand in einem Presscontainer für Sperrmüll (Quelle: Privat)

Technische Hilfeleistung:

Die Einsatzszenarien im Bereich der Technischen Hilfeleistung sind am vielfältigsten. Kleinere Schadenslagen arbeiten wir auch hier in der Regel selbständig ab. Den größten Teil dieser Einsätze machen bei uns die Beseitigung von Unwetterschäden, wie überschwemmte Straßen, umgestürzte Bäume oder vollgelaufene Keller aus. Aber auch Ölspuren oder Tierrettungen fallen in diese Kategorie. Umfangreichere technische Einsätze, wie z.B. Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, Gasaustritte oder Unfälle im Bereich von U und S Bahn, arbeiten wir wieder in enger Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr ab.

Baum auf Haus gestürzt (Quelle: Privat)
Sicherung eines Unfallfahrzeugs (Quelle: Waldeck Fotografie)
Straße nach Starkregen unter Wasser (Quelle: Privat)

Medizinische Erstversorgung:

18 Freiwillige Feuerwehren in den Randbereichen Hamburgs sind in den Rettungsdienst eingebunden, indem sie bei medizinischen Notfällen zur Erstversorgung alarmiert werden. Sie sorgen so dafür, dass der Patient, auch bei einer, in die entlegeneren Stadtteile, oft längeren Anfahrt eines Rettungswagens, schnelle Hilfe erhält und das therapiefreie Intervall verkürzt wird.

Diese Aufgabe entfällt zwar für die FF Barmbek, dennoch durchlaufen alle unsere Mitglieder im Rahmen ihrer Grundausbildung eine umfangreiche Erste Hilfe Ausbildung, die bei weiterführenden Sanitätslehrgängen an der Feuerwehrakademie noch vertieft werden kann.

In unseren Reihen sind zudem Rettungs- und Notfallsanitäter, sowie Krankenpfleger zu finden, welche die wehrinterne Aus- und Fortbildung in diesem Bereich übernehmen. So ist es uns jederzeit möglich, im Falle eines medizinischen Notfalls eine qualifizierte Erstversorgung bis zum Eintreffen eines Rettungswagens durchzuführen oder den Rettungsdienst an Einsatzstellen bei der Patientenversorgung zu unterstützen.

Patientenversorgung nach schwerem Verkehrsunfall
oder einem Zimmerbrand (Quelle: Waldeck Fotografie)

Darüber hinaus nimmt die Freiwillige Feuerwehr Barmbek noch einige Sonderaufgaben wahr:

Wasserversorgung:

Für die Sonderkomponente Wasserversorgung besetzen wir einen Schlauchwagen, den der Bund im Rahmen des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt hat. Mit diesem kommen wir im Hamburger Nordosten immer dann zum Einsatz, wenn bei Bränden eine schwierige Wasserversorgung besteht. Wir können dann eine Wasserentnahmestelle, z.B. aus offenem Gewässer, einrichten und Löschwasser auch über lange Wegstrecken von bis zu 2 km an die Einsatzstelle fördern. Darüber hinaus ist ein Einsatz des Fahrzeugs auch im Katastrophenschutz, wie bei Hochwasser oder Waldbränden vorgesehen.

Der Schlauchwagen im Einsatz (Quelle: Waldeck Fotografie)

Deichverteidigung:

Mehrere Freiwillige Feuerwehren in Hamburg haben zusätzlich noch die Sonderaufgabe der Deichverteidigung. Wir wären bei Hochwasser oder einer Sturmflut, ab der Wasserstandsstufe 4 für die Sicherung eines Deichabschnitts in Finkenwerder zuständig.

Glücklicherweise ist Hamburg nach 1962 von schweren Sturmfluten verschont geblieben, sodass dieser Fall nur äußerst selten eintritt.